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Teppichunterlage: Wann brauchen Sie eine?

Kurz gesagt

Eine Teppichunterlage liegt zwischen Boden und Teppich und erfüllt drei Aufgaben: Sie hält den Teppich an Ort und Stelle, sie verringert den Verschleiß, da der Teppich nicht am Boden reibt, und sie macht das Gehen auf dem Teppich angenehmer. Besonders wichtig ist sie bei flach gewebten und dünnen Teppichen auf glatten Böden. Dicke, handgetuftete Wollteppiche liegen meist schon von sich aus ruhig.

Eine Teppichunterlage gehört nicht zu den aufregendsten Anschaffungen für Ihr Zuhause, ist aber eine der günstigsten Möglichkeiten, mehr aus einem bereits vorhandenen Teppich herauszuholen. Hier erfahren Sie, wann sie sinnvoll ist und wann Sie darauf verzichten können.

Was ist eine Teppichunterlage?

Eine Teppichunterlage ist eine Matte, die Sie zwischen Boden und Teppich legen. Es gibt sie in mehreren Varianten: dünne Netze aus Gummi oder Latex, die vor allem für Halt sorgen, sowie dickere Filz- oder Schaumstoffunterlagen, die zusätzlich Polsterung bieten. Manche Ausführungen kombinieren beides – mit Filz oben und Gummi unten.

Die Unterlage wird normalerweise so zugeschnitten, dass sie rundum ein paar Zentimeter kleiner ist als der Teppich. So schaut sie an den Kanten nicht hervor.

Drei Gründe für ihre Verwendung

Der Teppich liegt ruhig. Das Offensichtlichste. Flach gewebte Teppiche sind dünn und leicht, und auf einem lackierten oder gefliesten Boden verrutschen sie bei jedem Schritt. Das ist nicht nur lästig, sondern besonders in Flur und Diele auch eine Stolpergefahr.

Der Teppich hält länger. Ohne Unterlage reibt die Rückseite des Teppichs bei jedem Schritt am Boden. Das nutzt die Rückseite ab und löst mit der Zeit die Bindung gewebter und getufteter Teppiche. Die Unterlage verhindert diese Reibung.

Es fühlt sich angenehmer an. Eine dickere Unterlage verleiht dem Teppich mehr Fülle und macht ihn weicher unter den Füßen. Der Effekt ist derselbe, als würde man einen dünnen Teppich auf einen größeren aus Jute legen – nur ohne dass man es sieht.

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Die Unterlage schützt zudem den Boden. Bei Holzböden kann die Farbe eines feuchten Teppichs abfärben, und Sand oder Schmutz unter dem Teppich können Kratzer verursachen. Eine Unterlage hält die beiden Oberflächen voneinander getrennt.

Wann benötigen Sie eine?

Kurz gesagt: auf glatten Böden fast immer, auf Teppichboden seltener.

  • Ja, unbedingt – bei flach gewebten Teppichen, Baumwollteppichen, Läufern und allem, was dünn und leicht ist, auf Holz-, Fliesen- oder Vinylböden.
  • Ja, aber hauptsächlich wegen des Verschleißes – handgetuftete Wollteppiche, die durch ihr Eigengewicht ruhig liegen, deren Rückseite aber dennoch beansprucht wird.
  • Nein – kleine Teppiche, die unter einem Möbelstück liegen, das sie an Ort und Stelle hält, oder Teppiche, die auf einem anderen Teppich liegen.

Welcher Typ passt zu welchem Boden?

Gummi und Latex bieten den besten Halt, doch bei manchen lackierten Holzböden können Weichmacher aus billigem Gummi mit der Zeit Flecken hinterlassen oder die Lackierung verfärben. Wählen Sie im Zweifelsfall eine Unterlage, die ausdrücklich für Holzböden geeignet ist. Filzunterlagen bieten weniger Halt, dafür aber mehr Polsterung und schonen den Boden – die Kombination aus Filz und Naturgummi ist daher die praktischste Wahl für Holzböden.

Auf Fliesen und Vinyl haben Sie freiere Wahl, da die Oberfläche mehr verträgt. Liegt der Teppich auf einem fest verlegten Teppichboden, ist Rutschen selten das Problem, doch eine dünne Unterlage kann trotzdem verhindern, dass sich der obere Teppich wellt.

Wenn Sie keine Unterlage kaufen möchten

Es gibt auch Zwischenlösungen. Doppelseitiges Teppichklebeband in den Ecken hält einen kleinen Teppich an Ort und Stelle, kann jedoch Kleberückstände auf dem Boden hinterlassen und muss erneuert werden. Antirutsch-Streifen wirken ähnlich. Beide lösen das Rutschproblem, schützen aber die Rückseite des Teppichs nicht vor Verschleiß.

Die kostenlose Lösung liegt in der Platzierung: Legen Sie den Teppich so, dass ein Möbelstück mit mindestens zwei Beinen darauf steht. Das Gewicht des Sofas oder Sessels hält den Teppich fest und verbindet gleichzeitig die Möbel optisch besser miteinander. Mehr dazu haben wir hier geschrieben: welche Teppichgröße Sie für das Wohnzimmer wählen sollten.

Pflege

  1. Nehmen Sie die Unterlage ein paar Mal im Jahr hoch und saugen Sie sowohl sie als auch den Boden darunter ab. Unter dem Teppich sammelt sich Sand und Schmutz.
  2. Drehen Sie den Teppich, wenn Sie schon dabei sind – so nutzt sich der Flor gleichmäßig ab, und das Licht bleicht nicht nur eine Seite aus.
  3. Tauschen Sie die Unterlage aus, sobald sie zu bröckeln beginnt oder an Halt verliert. Gummi wird mit den Jahren härter.

Zum Teppich selbst siehe wie Sie einen handgetufteten Teppich pflegen und wie man Wolle wäscht.

Häufig gestellte Fragen

Wozu dient eine Teppichunterlage?

Sie hält den Teppich an Ort und Stelle, verringert den Verschleiß auf der Rückseite, indem sie die Reibung mit dem Boden reduziert, und macht den Teppich angenehmer zum Gehen.

Brauche ich eine Teppichunterlage unter einem Wollteppich?

Ein dicker, handgetufteter Wollteppich liegt in der Regel durch sein Eigengewicht ruhig, doch eine Unterlage verlängert dennoch die Lebensdauer, da die Rückseite nicht am Boden reibt.

Kann eine Teppichunterlage den Holzboden beschädigen?

Billiges Gummi kann mit der Zeit Flecken in der Lackierung hinterlassen. Wählen Sie eine Unterlage, die ausdrücklich für Holzböden geeignet ist, typischerweise Filz in Kombination mit Naturgummi.

Welche Größe sollte die Unterlage haben?

Ein paar Zentimeter weniger als der Teppich rundherum, damit sie nicht am Rand hervorsteht. Die meisten Unterlagen lassen sich mit einer gewöhnlichen Schere zuschneiden.

Warum rutscht mein Teppich?

Flachgewebte Teppiche sind dünn und leicht, sodass sie auf einem glatten Boden keinen Halt haben. Eine Unterlage oder ein Möbelstück mit zwei Beinen auf dem Teppich löst dieses Problem.

Zusammenfassung

Eine Teppichunterlage hält den Teppich an Ort und Stelle, verlängert seine Lebensdauer, indem sie die Reibung mit dem Boden reduziert, und macht ihn angenehmer zum Gehen. Besonders sinnvoll ist sie unter flachgewebten und dünnen Teppichen, Läufern und Baumwollteppichen auf glatten Böden, während dicke handgetuftete Wollteppiche oft von selbst ruhig liegen. Wählen Sie für Holzböden Filz in Kombination mit Naturgummi, schneiden Sie die Unterlage ein paar Zentimeter kleiner als den Teppich zu, und saugen Sie ein paar Mal im Jahr unter dem Teppich.

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