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Wie bewahren Sie Decken und Plaids im Sommer auf?

Kurz gesagt

Bewahren Sie Ihre Decken und Plaids im Sommer auf, indem Sie sie zunächst gründlich waschen oder auslüften, darauf achten, dass sie vollständig trocken sind, und sie in einen atmungsaktiven Stoff- oder Baumwollbeutel an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort legen. Legen Sie am besten Lavendel oder Zedernholz dazu, um Motten fernzuhalten – vermeiden Sie Plastik und feuchte Dachböden.

Wenn der Sommer Einzug hält, werden die warmen Wolldecken und weichen Plaids erst einmal beiseitegelegt. Doch wie Sie sie in den warmen Monaten aufbewahren, entscheidet darüber, ob sie im Herbst schön und frisch wieder zum Vorschein kommen – oder ob Sie stattdessen Mottenlöcher, Schimmel und ein muffiger Geruch erwarten. Zum Glück ist eine gute Langzeitaufbewahrung kein Hexenwerk. Hier finden Sie die einfachen Schritte, die Ihre Textilien Jahr für Jahr schön halten.

Waschen oder lüften Sie die Decken zunächst

Der wichtigste Schritt erfolgt, bevor die Decke überhaupt verstaut wird: die Reinigung. Motten und andere Schädlinge werden nämlich nicht von der Wolle selbst angezogen, sondern von Flecken durch Essen, Schweiß, Hautzellen und Hautfett. Eine Decke, die den ganzen Winter auf dem Sofa gelegen hat, trägt immer Spuren – auch wenn diese nicht sichtbar sind.

  • Waschen Sie die Decke gemäß der Waschanleitung, oder lüften Sie sie gründlich im Freien im Schatten an einem trockenen Tag.
  • Bürsten Sie losen Schmutz und Haare vorsichtig mit einer weichen Kleiderbürste ab.
  • Behandeln Sie sichtbare Flecken, bevor Sie die Decke verstauen – sie setzen sich mit der Zeit fest.
💡

Tipp: Sind Sie sich beim Waschen unsicher, lüften Sie die Decke stattdessen einige Stunden an frischer Luft im Schatten. Direkte Sonne kann die Farben ausbleichen, während Schatten und Wind das Textil ohne Risiko auffrischen.

Achten Sie darauf, dass sie vollständig trocken sind

Feuchtigkeit ist der größte Feind bei der Langzeitaufbewahrung. Schon ein wenig Restfeuchte kann sich zu Schimmel und einem muffigen Geruch entwickeln, der sich nur schwer wieder entfernen lässt. Lassen Sie die Decke daher immer vollständig trocknen, bevor Sie sie zusammenlegen.

  1. Trocknen Sie die Decke flach liegend oder hängend an einem luftigen Ort – nicht in direkter Sonne.
  2. Prüfen Sie an mehreren Stellen, besonders in Falten und Nähten, ob der Stoff wirklich durchgetrocknet ist.
  3. Warten Sie lieber einen Tag länger, als etwas Feuchtes zusammenzupacken.

Wählen Sie eine atmungsaktive Aufbewahrung

Naturmaterialien wie Wolle und Baumwolle müssen atmen können. Werden sie in Plastik verpackt, staut sich die Feuchtigkeit im Inneren, und das Textil kann nicht atmen – das begünstigt Schimmel und unangenehme Gerüche.

  • Verwenden Sie einen Beutel aus Baumwolle oder einem anderen atmungsaktiven Stoff, einen sauberen Kissenbezug oder ein Baumwolllaken.
  • Vermeiden Sie geschlossene Plastikbeutel und Vakuumbeutel für Naturfasern über einen längeren Zeitraum.
  • Packen Sie nicht zu eng – das Textil muss atmen können und seine Form behalten.

Der richtige Ort

Suchen Sie sich einen Ort, der kühl, dunkel und trocken ist. Licht kann die Farben mit der Zeit ausbleichen, und Wärme sowie Feuchtigkeit begünstigen sowohl Schimmel als auch Schädlinge.

  • Ein Schrankfach in einem beheizten Raum ist oft ideal.
  • Vermeiden Sie feuchte Keller und kalte, unbeheizte Dachböden, in denen die Temperatur schwankt.
  • Halten Sie die Textilien von direktem Sonnenlicht fern.

Schutz vor Motten

Wolle ist besonders anfällig für Motten. Neben einer gründlichen Reinigung können Sie natürliche Mittel verwenden, die Motten fernhalten, ohne einen scharfen chemischen Geruch zu hinterlassen.

  • Legen Sie Beutel mit getrocknetem Lavendel zwischen die Decken.
  • Verwenden Sie Zedernholzblöcke oder -kugeln, die viele Motten meiden.
  • Kontrollieren Sie Ihre Textilien einmal in der Mitte des Sommers, und lüften Sie sie gegebenenfalls erneut.
💡

Tipp: Lavendel und Zedernholz verlieren mit der Zeit ihren Duft. Drücken Sie leicht auf den Lavendelbeutel oder schleifen Sie das Zedernholz leicht mit Sandpapier ab, falls der Duft nachgelassen hat – so wirken sie wieder.

Wolle vs. Baumwolle

Das Material entscheidet darüber, wie empfindlich das Textil ist. Hier sind die wichtigsten Unterschiede bei der Sommeraufbewahrung:

Eigenschaft Wolle Baumwolle
Mottenrisiko Hoch – erfordert Mottenschutz Niedrig – zieht selten Motten an
Feuchtigkeitsempfindlichkeit Hoch – Schimmel und Gerüche entstehen leicht Mäßig
Aufbewahrung Atmungsaktiver Beutel, Lavendel/Zedernholz Atmungsaktiver Beutel, trockener Ort
Lüften Empfohlen zur Saisonmitte Selten notwendig

Häufig gestellte Fragen

Sollte ich die Decke immer waschen, bevor ich sie wegräume?

Wenn die Decke waschbar ist, ist dies die sicherste Lösung, da dadurch Flecken entfernt werden, die Motten anziehen. Ist sie nicht waschbar, sollten Sie sie im Schatten gründlich lüften und ausbürsten, bevor Sie sie verstauen.

Darf ich Wolldecken in Plastik aufbewahren?

Davon raten wir bei längerer Aufbewahrung ab. Plastik schließt Feuchtigkeit ein und verhindert, dass die Wolle atmen kann, was zu Schimmel und unangenehmen Gerüchen führen kann. Verwenden Sie stattdessen einen atmungsaktiven Beutel aus Baumwolle oder Stoff.

Wie vermeide ich Motten ohne Mottenkugeln?

Natürliche Alternativen wie getrockneter Lavendel und Zedernholz halten viele Motten fern, ohne einen scharfen chemischen Geruch zu hinterlassen. Der wichtigste Schutz besteht jedoch stets darin, dass das Textil sauber und fleckenfrei ist.

Kann ich Decken auf dem Dachboden aufbewahren?

Nur wenn der Dachboden trocken und temperaturstabil ist. Unbeheizte Dachböden mit schwankenden Temperaturen und Feuchtigkeit sind keine gute Wahl, da dies sowohl Schimmel als auch Schädlinge begünstigt. Ein Schrankfach in einem beheizten Raum eignet sich besser.

Was kann ich tun, wenn die Decke nach der Aufbewahrung muffig riecht?

Lüften Sie die Decke gründlich im Freien im Schatten und waschen Sie sie nach Möglichkeit gemäß der Pflegeanleitung. Ein muffiger Geruch entsteht oft durch Restfeuchtigkeit beim Verstauen – deshalb ist es wichtig, dass das Textil vollständig trocken ist, bevor Sie es wegräumen.

Zusammenfassung

Eine gute Sommeraufbewahrung beruht auf vier Grundsätzen: saubere Textilien, vollständige Trockenheit, atmungsaktive Verpackung und ein kühler, dunkler Ort. Schützen Sie insbesondere Wolle mit Lavendel oder Zedernholz vor Motten, und verzichten Sie auf Plastik sowie feuchte Räume. Wenn Sie diese einfachen Schritte befolgen, kommen Ihre Decken und Plaids frisch und schön zum Vorschein, sobald der Herbst anklopft.

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