Die Tischdekoration umfasst alles, was in der Tischmitte steht — Kerzenständer, Vasen, Schalen und Grünpflanzen. Das einfachste Rezept, das immer funktioniert: Bauen Sie die Höhe über das Licht auf, statt über große Aufsätze, halten Sie die gesamte Dekoration unterhalb der Augenhöhe der sitzenden Gäste, und beschränken Sie sich auf zwei Farben. So kann der Rest variieren, ohne dass der Tisch unruhig wirkt.
Inhalt
- Was versteht man unter Tischdekoration?
- Bauen Sie die Höhe über das Licht auf
- Halten Sie alles unterhalb der Augenhöhe
- Wählen Sie zwei Farben — und bleiben Sie dabei
- Blumen, Grünpflanzen und das, was der Garten zu bieten hat
- Tischdekoration für den Alltag
- Tischdekoration zu Weihnachten, Silvester, Konfirmation und Hochzeit
- Fünf Fehler, die sich leicht vermeiden lassen
- Häufig gestellte Fragen
- Zusammenfassung
Zwischen dem Eindecken des Tisches und der Tischdekoration besteht ein Unterschied. Das Eindecken betrifft das Gedeck — Teller, Gläser und Besteck an der richtigen Stelle. Die Tischdekoration ist alles, was zwischen den Gedecken steht und den Tisch zu einem Ort macht, an den man sich gerne setzt. Die gute Nachricht: Für eine gelungene Tischdekoration braucht man weniger, als man denkt. Hier ist das Rezept, das wir selbst verwenden.
Was versteht man unter Tischdekoration?
Die Tischdekoration umfasst die dekorativen Elemente in der Tischmitte: Kerzenständer und Kerzen, kleine Vasen mit Blumen oder Grünpflanzen, Schalen und Schüsseln sowie kleine Aufmerksamkeiten, die man an den einzelnen Gedecken platziert. Anders als beim Eindecken gibt es bei der Tischdekoration keine festen Regeln — dafür aber einige Mechanismen, die den Unterschied ausmachen zwischen einem Tisch, der wirkt, und einem, der einfach nur vollgestellt ist.
Möchten Sie sich zunächst mit dem Gedeck selbst befassen, beginnen Sie mit unserem Leitfaden zum Thema Eindecken des Tisches und dazu, wie das Besteck richtig liegt.
Bauen Sie die Höhe über das Licht auf
Licht ist das einzelne Element, das am meisten für einen Tisch bewirkt. Eine Reihe von Kerzenständern in unterschiedlichen Höhen entlang der Tischmitte verleiht sowohl Höhe als auch Bewegung, und da die Flamme über der Dekoration sitzt, zieht sie den Blick nach oben, ohne den Tisch zu überladen.
Verwenden Sie lieber mehrere kleine Kerzenständer als zwei große. Drei oder vier Kerzenständer in unterschiedlichen Höhen auf einem Meter Tischmitte wirken deutlich besser als ein symmetrisches Paar an jedem Ende. Mischen Sie gerne verschiedene Materialien — Steingut, Keramik, Glas, Messing und Kristall können nebeneinander stehen, solange die Farbgestaltung stimmig bleibt.
Rechnen Sie mit etwa einem Kerzenständer pro 30–40 cm Tischmitte. Bei einem Tisch für acht Personen reichen vier bis sechs Kerzenständer völlig aus.
Genauere Berechnungen zur Anzahl finden Sie in unserem Beitrag darüber, wie viele Kerzenständer auf den Esstisch gehören.
Halten Sie alles unterhalb der Augenhöhe
Der häufigste Fehler ist zu hoch aufragende Tischdekoration. Wenn die Gäste sitzen und einander nicht mehr über den Tisch hinweg sehen können, reden sie den ganzen Abend aneinander vorbei. Die Regel ist einfach: Jede Dekoration sollte niedriger sein als die Augenhöhe eines sitzenden Gastes – oder so schmal und hoch, dass man daran vorbeisehen kann.
Deshalb funktionieren hohe, schwere Blumengestecke zu Hause selten. Wenn Blumen in die Höhe wachsen sollen, greifen Sie lieber zu einer schlanken Vase mit wenigen Stielen statt zu einem breiten Strauß.
Wählen Sie zwei Farben — und bleiben Sie dabei
Zwei Farben plus die Tischplatte oder Tischdecke als dritter Ton genügen völlig. Ab drei Farben wirkt der Tisch schnell unruhig, egal wie schön die einzelnen Elemente für sich genommen sind.
Es müssen nicht unbedingt neutrale Farben sein. Grün und Messing, Pink und Rot, Gelb und Weiß – entscheidend ist, dass Sie sich für zwei Farben entscheiden und diese konsequent rund um den Tisch beibehalten. Wünschen Sie mehr Farbe, lassen Sie sie lieber vom Essen und den Blumen kommen als von zusätzlichen Gegenständen.
Blumen, Grünpflanzen und das, was der Garten zu bieten hat
Tischdekoration muss nichts kosten. Eine Handvoll Stiele aus dem Garten, verteilt auf drei kleine Vasen entlang der Tischmitte, wirkt oft mehr als ein gekaufter Strauß – und lässt sich jede Woche neu gestalten. Im Winter eignen sich Tannenzweige, Eukalyptus und getrocknete Äste ebenso gut.
Für diesen Zweck sind kleine Vasen praktischer als große. Eine große Vase braucht einen ganzen Strauß, um nicht leer zu wirken; eine kleine Vase trägt schon zwei Stiele und wirkt trotzdem bewusst gestaltet. Übrigens lassen sich auch die kleinsten Kannen wunderbar als Mini-Vasen verwenden, falls Sie diese lieber einsetzen möchten.
Tischdekoration für den Alltag
Ein Tisch, der dauerhaft festlich gedeckt ist, wird irgendwann nie mehr besonders wirken. Die Alltagsvariante ist deshalb bewusst reduzierter: zwei Kerzenhalter, eine kleine Vase und eine Schale, die auch zwischen den Mahlzeiten stehen bleiben darf.
- Lassen Sie die Kerzenhalter stehen – auch wenn die Kerzen nicht brennen
- Verwenden Sie eine Schale, die Sie tatsächlich benutzen – so muss sie nicht extra für die Dekoration weggeräumt werden
- Ein Geschirrtuch als Tischläufer in der Mitte bringt Farbe, ohne dass groß eingedeckt werden muss
- Wechseln Sie die Blumen statt der gesamten Dekoration
Tischdekoration zu Weihnachten, Silvester, Konfirmation und Hochzeit
Das Grundrezept bleibt das ganze Jahr über gleich. Nur die Akzente ändern sich:
- Weihnachten – Tannenzweige, Zapfen und Glasornamente statt Blumen. Sehen Sie sich den Weihnachtstisch.
- Silvester – mehr Gläser pro Gedeck und Kerzen in unterschiedlichen Höhen. Sehen Sie sich den Silvestertisch.
- Konfirmation – eine Farbe nach Wahl des Konfirmanden, konsequent rund um den Tisch wiederholt. Wir haben eine Anleitung für den Konfirmationstisch.
- Hochzeit – die Kerzenhalter sollten sich auf allen Tischen wiederholen, damit der Saal ein stimmiges Bild ergibt. Sehen Sie sich den Hochzeitstisch.
Fünf Fehler, die sich leicht vermeiden lassen
- Zu hohe Dekoration. Die Gäste sollten einander sehen können.
- Zu viele Farben. Zwei sind genug, drei sind die Grenze.
- Zu viel auf dem Tisch. Es muss Platz für Schalen und Gläser bleiben, wenn das Essen aufgetragen wird.
- Duft. Duftkerzen und stark duftende Blumen konkurrieren mit dem Essen — verwenden Sie sie außerhalb des Esstisches.
- Alles ist aufeinander abgestimmt. Ein Tisch, auf dem jedes Element identisch ist, wirkt schnell zu durchgeplant. Behalten Sie ein gemeinsames Element bei und lassen Sie den Rest variieren.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Tischdeko und Tischgedeck?
Das Tischgedeck umfasst das Gedeck selbst — Teller, Gläser und Besteck am richtigen Platz. Die Tischdeko ist das Dekorative in der Mitte des Tisches: Kerzen, Blumen, Vasen und Schalen.
Wie hoch darf die Tischdeko sein?
Niedriger als die Augenhöhe eines sitzenden Gastes, oder so schlank, dass man daran vorbeisehen kann. Sonst reden die Gäste aneinander vorbei.
Wie viele Kerzenständer sollten auf dem Tisch stehen?
Rechnen Sie mit etwa einem pro 30–40 cm Tischmitte. Mehrere kleine in unterschiedlichen Höhen wirken besser als wenige große.
Wie viele Farben darf man bei der Tischdeko verwenden?
Zwei Farben plus die Tischplatte oder Tischdecke als dritten Ton. Ab drei Farben wird der Tisch unruhig.
Muss die Tischdeko zum Geschirr passen?
Nein. Behalten Sie ein gemeinsames Element bei — dasselbe Material oder dieselbe Farbfamilie — und lassen Sie den Rest variieren. Ein Tisch, auf dem alles exakt zusammenpasst, wirkt oft zu durchgeplant.
Was kann man als Tischdeko verwenden, ohne etwas zu kaufen?
Zweige und Stängel aus dem Garten in kleinen Vasen, ein Geschirrtuch als Tischläufer und die Schalen, die Sie ohnehin für das Essen verwenden.
Zusammenfassung
Die Tischdeko bildet die Mitte des Tisches und benötigt weniger Elemente, als man denkt. Bauen Sie Höhe eher über Kerzenständer als über große Gestecke auf, halten Sie die gesamte Dekoration unterhalb der Augenhöhe eines sitzenden Gastes und beschränken Sie sich auf zwei Farben plus die Tischplatte. Verwenden Sie mehrere kleine Kerzenständer in unterschiedlichen Höhen, kleine Vasen mit wenigen Stängeln, und lassen Sie ein gemeinsames Element rund um den Tisch wiederkehren, während der Rest variiert. So funktioniert dasselbe Grundprinzip für den Mittwochabend genauso wie für Weihnachten, Konfirmation und Hochzeit.
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